Ausstellung
Veranstalter: gta Ausstellungen
Datum : Donnerstag, 20. September 2012 bis Donnerstag, 8. November 2012 Mo-Fr 8-22, Sa/So und Feiertage geschlossen
Ort : Architekturfoyer, HIL, Hönggerberg, ETH Zürich
 



Eröffnung mit Gespräch, «Lernen von Göhnerswil?» 40 Jahre nach dem Eklat an der ETH 1972: Begrüssung durch Prof. Dr. Philip Ursprung, Professor für Kunst- und Architekturgeschichte, ETH Zürich; Gesprächsleitung durch Fabian Furter und Patrick Schoeck-Ritschard, Ausstellungsmacher Baden und Zürich mit den Gesprächsteilnehmern Prof. Peter Steiger, Ortsplaner, Kritiker und Architekt zahlreicher Göhner-Siedlungen, Prof. Hartmut Frank, Mitautor der 1972 erschienenen Streitschrift «Göhnerswil. Wohnungsbau im Kapitalismus» und Prof. Arthur Rüegg, als junger Architekt damals Beobachter der Debatte
Mittwoch, 19. September 2012, 18.00 Uhr; Architekturfoyer, HIL, Hönggerberg, ETH Zürich

Während der Hochkonjunktur in den 1960er und 1970er Jahren schuf die Ernst Göhner AG rund 9'000 vorfabrizierte Wohnungen in den Agglomerationen Zürich und Genf. Anders als in vielen Ländern sprachen die Plattenbausiedlungen ausdrücklich eine junge Mittelschicht an und boten vielen Familien grosszügigen Wohnraum im Grünen. Der Blick auf die Grosssiedlungen veränderte sich jedoch radikal mit dem Ende der Wachstumseuphorie durch die Ölkrise 1973 und einem einsetzenden gesellschaftlichen Wertewandel.
Die Wanderausstellung über die Plattenbauten der Ernst Göhner AG erzielte grosses Interesse an ihrer ersten Station in der Göhner-Siedlung Webermühle (Neuenhof). Sie wird nun an der ETH Zürich ein zweites Mal gezeigt. Eine Podiumsdiskussion anlässlich der Eröffnung und ein internationales Symposium ermöglichen eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Thema. Die Präsentation bietet einen umfassenden Zugang zum Phänomen der Göhner-Siedlungen und bezieht auch den geschichtlichen und gesellschaftlichen Kontext der Entstehungsjahre mit ein. Das System der Ernst Göhner AG wird von der Baulandsuche über den Städtebau mit vorgefertigten Normelementen bis hin zur Vermarktung der einzelnen Wohnungen vorgestellt. Auf anschauliche Weise dokumentiert die Ausstellung den Wandel im Verständnis der Siedlungen seit ihrer Entstehung bis heute.
Die Publikation zum Projekt erscheint im Frühjahr 2013 im Verlag hier + jetzt.


Eine Ausstellung des Instituts gta mit Fabian Furter und Patrick Ritschard-Schoeck in Zusammenarbeit mit den Professuren Philip Ursprung und Christophe Girot, ETH Zürich


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