Ausstellung
Veranstalter: gta Ausstellungen
Datum : Donnerstag, 12. Mai 2005 bis Dienstag, 28. Juni 2005
Ort : Architekturfoyer, HIL, ETH Hönggerberg, Zürich
 



Ausstellungseröffnung mit einem Vortrag von Vladimír Šlapeta, Architekt, Prag; Mittwoch, 11. Mai 2005

Die Ausstellung des architektonischen Werks der Brüder Lubomír und Cestmír Šlapeta ist die erste Retrospektive zu den beiden Architekten, die wesentlich die Zwischenkriegsarchitektur im nördlichen und mittleren Mähren beeinflussten. Die Brüder Šlapeta zählten zu den talentiertesten Vertretern der zweiten Generation tschechischer Funktionalisten. Bereits während des Studiums gewann Hans Scharoun die Šlapetas für eine zeitweilige Mitarbeit; Lubomír Šlapeta war zudem in den Sechzigerjahren an Scharouns prestigereichen Bauten in West-Berlin beteiligt.
Für ihre nicht nur im tschechoslowakischen Vergleich aussergewöhnlichen Villen aus den Dreissigerjahren fanden Lubomír und Cestmír Šlapeta minimalistische, mitunter standardisierte, aber auch ausgesprochen individuelle Lösungen. In Anlage und Ausdruck der Bauten ist ihr ständiges Bemühen um Variation und Innovation erkennbar. Indem sie gleichzeitig versuchten, die individuellen Forderungen der Bauherren zu erfüllen und den jeweiligen Bau optimal in seine Umgebung einzufügen, schufen sie emotional wirkende «Wohnlandschaften», in denen Exterieur und Interieur miteinander harmonisieren.

Eine Ausstellung des Architekturmuseums Wroclaw/Breslau (Polen) in Zusammenarbeit mit dem Art Museum Olomouc (Tschechien).