Forschungsprojekt und Dissertation
Dreher, Clemens Boris
Am Beispiel geplanter Sichtachsenanlagen für den Berliner Spreebogen untersucht die Arbeit die Bedeutung des städtebaulichen zentralperspektivischen Raumes für die modernistischen und traditionalistischen Architekturströmungen im Zeitraum zwischen 1918 und 1942.
Zu den Untersuchungsbeispielen gehören die Planungen von Hugo Häring, Hans Poelzig, Peter Behrens, Emil Fahrenkamp, Otto Kohtz und Albert Speer, die trotz weltanschaulicher und gestalterischer Unterschiede der konzeptionelle Ansatz ver-eint, mittels einer monumentalen Sichtachse als Hauptgliederungselement die an-gemessene bauliche Form für ein repräsentatives Machtzentrum der Hauptstadt des Deutschen Reiches zu entwickeln. Wegen ihres Einflusses auf die genannten Untersuchungsbeispiele werden weitere, ortsfremde Projekte u.a. von Le Corbusier und Herbert Hilberseimer vergleichend hinzugezogen. In diesem Zusammenhang sollen unter Berücksichtigung entstehungsgeschichtlicher und wirkungsästhetischer Aspekte der grundsätzliche Symbolgehalt sowie ein möglicher "moderner" Stil der Sichtachse geklärt werden.
Der Arbeit wird eine Analysetechnik zu Grunde gelegt, die bauhistorische mit wahr-nehmungspsychologischen Untersuchungskriterien verknüpft. Von diesem interdisziplinären Forschungsansatz werden insbesondere neue Erkenntnisse zur Bedeutung der perspektivischen Fernsicht in städtischen Räumen erwartet.
Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, die Bedeutung des zentralperspektivischen Raumes im Städtebau der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts im Kontext des sich parallel entwickelnden modernen Raumverständnisses zu klären. Darüber hinaus soll auf praktisch-planerischer Ebene ein reflektierter Umgang mit überkommenen Sichtachsen gefördert werden, der sich aus den geschichtlichen und wahrnehmungspsychologischen Besonderheiten und Implikationen der Achse als traditionelles städtebauliches Gestaltungsmittel begründet.
Adresse des Verfassers:
Clemens Dreher
Bötzowstraße 2
D-10407 Berlin
Tel.: 0049. 30. 448 64 79
Mail: c.dreher@gmx.net
Laufzeit: seit April 2003
Dreher, Clemens Boris
Am Beispiel geplanter Sichtachsenanlagen für den Berliner Spreebogen untersucht die Arbeit die Bedeutung des städtebaulichen zentralperspektivischen Raumes für die modernistischen und traditionalistischen Architekturströmungen im Zeitraum zwischen 1918 und 1942.
Zu den Untersuchungsbeispielen gehören die Planungen von Hugo Häring, Hans Poelzig, Peter Behrens, Emil Fahrenkamp, Otto Kohtz und Albert Speer, die trotz weltanschaulicher und gestalterischer Unterschiede der konzeptionelle Ansatz ver-eint, mittels einer monumentalen Sichtachse als Hauptgliederungselement die an-gemessene bauliche Form für ein repräsentatives Machtzentrum der Hauptstadt des Deutschen Reiches zu entwickeln. Wegen ihres Einflusses auf die genannten Untersuchungsbeispiele werden weitere, ortsfremde Projekte u.a. von Le Corbusier und Herbert Hilberseimer vergleichend hinzugezogen. In diesem Zusammenhang sollen unter Berücksichtigung entstehungsgeschichtlicher und wirkungsästhetischer Aspekte der grundsätzliche Symbolgehalt sowie ein möglicher "moderner" Stil der Sichtachse geklärt werden.
Der Arbeit wird eine Analysetechnik zu Grunde gelegt, die bauhistorische mit wahr-nehmungspsychologischen Untersuchungskriterien verknüpft. Von diesem interdisziplinären Forschungsansatz werden insbesondere neue Erkenntnisse zur Bedeutung der perspektivischen Fernsicht in städtischen Räumen erwartet.
Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, die Bedeutung des zentralperspektivischen Raumes im Städtebau der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts im Kontext des sich parallel entwickelnden modernen Raumverständnisses zu klären. Darüber hinaus soll auf praktisch-planerischer Ebene ein reflektierter Umgang mit überkommenen Sichtachsen gefördert werden, der sich aus den geschichtlichen und wahrnehmungspsychologischen Besonderheiten und Implikationen der Achse als traditionelles städtebauliches Gestaltungsmittel begründet.
Adresse des Verfassers:
Clemens Dreher
Bötzowstraße 2
D-10407 Berlin
Tel.: 0049. 30. 448 64 79
Mail: c.dreher@gmx.net
Laufzeit: seit April 2003


