Dissertation
Ole W. Fischer
Abb. Parthenon (Reise van de Veldes nach Griechenand/vorderer Orient 1903)
Das Werk des flämischen Malers und Stilreformers Henry van de Velde (1863-1957) verweist in seinem theoretischen, buchkünstlerischen und architektonischen Feld vielfach auf die philosophischen Schriften des deutschen Philologen und Privatgelehrten Friedrich Nietzsche (1844-1900). Für van de Velde wurde die Lektüre der Werke Nietzsches zu einem Ausgangspunkt des künstlerischen Schaffens in den 1880er Jahren. Mit dem Wechsel zu den angewandten Künsten und der Architektur und der nachfolgenden Berufung an den Weimarer Hof im Jahre 1901 geht eine dichte Folge von Nietzsche gewidmeten Arbeiten einher, die in der Zwischenkriegszeit in den Niederlanden eine Fortsetzung finden und bis zur Niederschrift seiner Memoiren in der Nachkriegsschweiz wesentlich bleibt.
Zentrale Fragestellung der Arbeit ist das Verhältnis von Kunst und Philosophie. Durch eine Gegenüberstellung der ästhetischen Konzepte Nietzsches mit dem künstlerischen und theoretischen Werken van de Veldes wird exemplarisch der Prozess der Aneignung philosophischer Modelle als Bedeutungsträger in der Kunst als eine Strategie der Avantgarden des 20. Jahrhunderts vorgestellt.
Laufzeit: 2002 - 2008
Ole W. Fischer
Nietzsches Schatten. Theorie und Werk Henry van de Veldes im Spiegel der Philosophie Friedrich Nietzsches
Abb. Parthenon (Reise van de Veldes nach Griechenand/vorderer Orient 1903)
Das Werk des flämischen Malers und Stilreformers Henry van de Velde (1863-1957) verweist in seinem theoretischen, buchkünstlerischen und architektonischen Feld vielfach auf die philosophischen Schriften des deutschen Philologen und Privatgelehrten Friedrich Nietzsche (1844-1900). Für van de Velde wurde die Lektüre der Werke Nietzsches zu einem Ausgangspunkt des künstlerischen Schaffens in den 1880er Jahren. Mit dem Wechsel zu den angewandten Künsten und der Architektur und der nachfolgenden Berufung an den Weimarer Hof im Jahre 1901 geht eine dichte Folge von Nietzsche gewidmeten Arbeiten einher, die in der Zwischenkriegszeit in den Niederlanden eine Fortsetzung finden und bis zur Niederschrift seiner Memoiren in der Nachkriegsschweiz wesentlich bleibt.
Zentrale Fragestellung der Arbeit ist das Verhältnis von Kunst und Philosophie. Durch eine Gegenüberstellung der ästhetischen Konzepte Nietzsches mit dem künstlerischen und theoretischen Werken van de Veldes wird exemplarisch der Prozess der Aneignung philosophischer Modelle als Bedeutungsträger in der Kunst als eine Strategie der Avantgarden des 20. Jahrhunderts vorgestellt.
Laufzeit: 2002 - 2008


