ETH-Forschungsprojekt
Prof. Dr. Vittorio Magnago Lampugnani, Gabriela Barman-Krämer, Anne Brandl
Die unzähligen unterschiedlichen Eingriffe, welche die wunderbare Vielfalt unserer europäischen Städte ausmachen, lassen sich, so lautet die These, auf einige wenige grundlegende städtebauliche Strategien zurückführen. Diese Strategien gilt es zu isolieren, zu strukturieren und zu analysieren, um sie auch für den zeitgenössischen städtebaulichen Entwurf verfügbar zu machen. Das Ziel des übergeordneten Projekts ist demnach, städtische Strategien zu definieren und analysieren, die einerseits historisch verankert sind und andererseits allgemeine Gültigkeit besitzen. Dabei soll die Form der Stadt im Mittelpunkt stehen; politische, gesellschaftliche, ökonomische und kulturelle Determinanten werden herangezogen, wo sie erforderlich sind, um diese Form zu erklären. Ergebnis soll eine solide Klassifizierung der möglichen städtebaulichen Strategien sein, eine vertiefte Analyse von gezielt ausgewählten Fallstudien, die innerhalb dieser Klassifizierung als pars pro toto fungieren, sowie eine Verallgemeinerung der Strategien selbst im Hinblick auf ihren durchaus auch praktischen Gebrauch.
Die Klassifizierung erfolgt systematisch auf der Grundlage einer Studie der Geschichte des europäischen Städtebaus vom 16. Jahrhundert bis heute. Innerhalb der drei Oberkategorien Stadtgründungen, Stadterweiterungen und Stadtumbauten werden nach morphologischen Gesichtspunkten Unterkategorien gebildet: Bei den Stadtgründungen wird zwischen rasterförmig, ringförmig, linear, figural und additiv differenziert; die Stadterweiterungen werden als flächig, ringförmig, punktuell, linear und figural strukturiert; die Ordnungskriterien bei den Stadtumbauten lauten Vernetzung, Auflockerung, Implantate und Akkupunktur. Damit ist ein Katalog von Strategien entwickelt, für die jeweils ein oder mehrere Fallbeispiele aus der Geschichte des Städtebaus ermittelt und bearbeitet werden. Das zentrale Sujet der Analyse dieser Fallstudien bildet die den Ursprungs- und Endzustand verbindende städtebauliche Strategie, die durch Externitäten ebenso geprägt ist wie durch autonome planerische und gestalterische Konzepte.
Prof. Dr. Vittorio Magnago Lampugnani, Gabriela Barman-Krämer, Anne Brandl
Die unzähligen unterschiedlichen Eingriffe, welche die wunderbare Vielfalt unserer europäischen Städte ausmachen, lassen sich, so lautet die These, auf einige wenige grundlegende städtebauliche Strategien zurückführen. Diese Strategien gilt es zu isolieren, zu strukturieren und zu analysieren, um sie auch für den zeitgenössischen städtebaulichen Entwurf verfügbar zu machen. Das Ziel des übergeordneten Projekts ist demnach, städtische Strategien zu definieren und analysieren, die einerseits historisch verankert sind und andererseits allgemeine Gültigkeit besitzen. Dabei soll die Form der Stadt im Mittelpunkt stehen; politische, gesellschaftliche, ökonomische und kulturelle Determinanten werden herangezogen, wo sie erforderlich sind, um diese Form zu erklären. Ergebnis soll eine solide Klassifizierung der möglichen städtebaulichen Strategien sein, eine vertiefte Analyse von gezielt ausgewählten Fallstudien, die innerhalb dieser Klassifizierung als pars pro toto fungieren, sowie eine Verallgemeinerung der Strategien selbst im Hinblick auf ihren durchaus auch praktischen Gebrauch.
Die Klassifizierung erfolgt systematisch auf der Grundlage einer Studie der Geschichte des europäischen Städtebaus vom 16. Jahrhundert bis heute. Innerhalb der drei Oberkategorien Stadtgründungen, Stadterweiterungen und Stadtumbauten werden nach morphologischen Gesichtspunkten Unterkategorien gebildet: Bei den Stadtgründungen wird zwischen rasterförmig, ringförmig, linear, figural und additiv differenziert; die Stadterweiterungen werden als flächig, ringförmig, punktuell, linear und figural strukturiert; die Ordnungskriterien bei den Stadtumbauten lauten Vernetzung, Auflockerung, Implantate und Akkupunktur. Damit ist ein Katalog von Strategien entwickelt, für die jeweils ein oder mehrere Fallbeispiele aus der Geschichte des Städtebaus ermittelt und bearbeitet werden. Das zentrale Sujet der Analyse dieser Fallstudien bildet die den Ursprungs- und Endzustand verbindende städtebauliche Strategie, die durch Externitäten ebenso geprägt ist wie durch autonome planerische und gestalterische Konzepte.


