Forschungsprojekt
Prof. Dr. Andreas Tönnesmann, Prof. Dr. Bernd Roeck
Historisches Seminar der Universität Zürich
Historisches Seminar der Universität Zürich
Die Residenzstadt Urbino wird unter der Herrschaft des Markgrafen und späteren Herzogs Federico da Montefeltro (1422–82) zu einem der lebendigsten und produktivsten Laboratorien der Renaissance. Ausgangspunkt des disziplinenübergreifenden Projekts ist die Frage, wie eine Herrschaft von geringem Umfang, bescheidenem ökonomischen Potential und kaum existenter künstlerischer Tradition innerhalb kurzer Zeit auf kulturellem Gebiet eine für ganz Italien zentrale Bedeutung erlangen konnte. Mit Blick auf Federico spielen dabei einerseits individuelle Faktoren seiner Karriere eine Rolle, etwa der prestige- und gewinnträchtige «Nebenerwerb» als Condottiere, also bezahlter Söldnergeneral, oder auch die illegitime Geburt, die besonderen Repräsentations-druck erzeugte. Diese Faktoren trafen zusammen mit einer in wichtigen Punkten neuen Definition von Rolle und Profil des Herrschers, wie sie Humanismus und Renaissance hervorbrachten. In neuen städtischen Strukturen und Bauten, allen voran dem Herzogspalast einschliesslich seiner vielfältigen Funktionen und umfänglichen künstlerischen Ausstattung, gewann das reformierte Herrscherideal ein spezifisches «Image». Die Auftraggeberschaft Federico da Montefeltros, insbesondere die Zusammenhänge zwischen Motivation und Gestaltfindung, bestimmt die Interessenlage der Studie.
Prof. Dr. Andreas Tönnesmann, Prof. Dr. Bernd Roeck
Historisches Seminar der Universität Zürich
Historisches Seminar der Universität Zürich
Die Residenzstadt Urbino wird unter der Herrschaft des Markgrafen und späteren Herzogs Federico da Montefeltro (1422–82) zu einem der lebendigsten und produktivsten Laboratorien der Renaissance. Ausgangspunkt des disziplinenübergreifenden Projekts ist die Frage, wie eine Herrschaft von geringem Umfang, bescheidenem ökonomischen Potential und kaum existenter künstlerischer Tradition innerhalb kurzer Zeit auf kulturellem Gebiet eine für ganz Italien zentrale Bedeutung erlangen konnte. Mit Blick auf Federico spielen dabei einerseits individuelle Faktoren seiner Karriere eine Rolle, etwa der prestige- und gewinnträchtige «Nebenerwerb» als Condottiere, also bezahlter Söldnergeneral, oder auch die illegitime Geburt, die besonderen Repräsentations-druck erzeugte. Diese Faktoren trafen zusammen mit einer in wichtigen Punkten neuen Definition von Rolle und Profil des Herrschers, wie sie Humanismus und Renaissance hervorbrachten. In neuen städtischen Strukturen und Bauten, allen voran dem Herzogspalast einschliesslich seiner vielfältigen Funktionen und umfänglichen künstlerischen Ausstattung, gewann das reformierte Herrscherideal ein spezifisches «Image». Die Auftraggeberschaft Federico da Montefeltros, insbesondere die Zusammenhänge zwischen Motivation und Gestaltfindung, bestimmt die Interessenlage der Studie.


