Seminarwoche
Veranstalter: Titularprofessur Moravánszky
Dozierende : Dr. Karl Kegler
 




Die Forderung nach einer klaren zeitgemässen Architektursprache ist ein Glaubenssatz der architektonischen Moderne. In den Bauten der Bauhaus-Schule wie in den Industriearchitekturen der 1920er und 1930er Jahre spiegelt sich diese Haltung in der Verwendung stereometrisch-kristalliner Grundformen. Aber auch in der sakralen Baukunst dieser Zeit vollzieht sich ein tiefgreifender Wandel: weg von historischen Formen und Typologien, hin zu schmucklosen Raumschöpfungen und modernen Materialien. Die Seminarreise geht den Wechselwirkungen zwischen sachlicher Moderne und sakraler Baukunst nach. Der Architekt Rudolf Schwarz (1897-1961) ist einer der entscheidenden Akteure ihrer Neudefinition zwischen Moderne und Wiederaufbau.
Nach dem Zweiten Weltkrieg werden die von Schwarz entwickelten Typologien und Gestaltungsmittel zu wichtigen Merkmalen für die sakrale Baukunst des Wiederaufbaus: moderne Bauweisen, Reduktion auf klare, elementare Formen, Zentrierung nach Innen, Inszenierung durch Licht. Die Exkursion führt zu prägenden Bauten von Rudolf Schwarz in den Westen Deutschlands. Ebenfalls auf dem Programm stehen wichtige Bauten von Dominikus Böhm, Mies van der Rohe, Hans van der Laan und weiteren Zeitgenossen. Daneben sehen wir aktuelle Projekte von Peter Zumthor und David Chipperfield.


Seminarwoche Sonntag, 23.10. bis Samstag, 29.10. 2011
Kostenrahmen C, Teilnehmerzahl: 21
Inbegriffen: Reise mit dem Bus, Hotelübernachtungen, Eintritte, Reader

Organisation: Karl R. Kegler
karl.kegler@gta.arch.ethz.ch
Tel.: 044-633 70 52