Stiftung Bibliothek Werner Oechslin, Einsiedeln (Hg.)
Heilige Landschaft – Heilige Berge
Achter Internationaler Barocksommerkurs

Beiträge von Gerd Blum, Katja Burzer, Ria Fabri, Michael Groblewski, Ulrich Heinen,
Mojmír Horyna, Berthold Hub, Eckart Kühne, Tobias Kunz, Eckhard Leuschner,
Klaus J. Loderer, Piet Lombaerde, Nenad R. Makuljević, Jasmin Mersmann, Werner Oechslin, Sandra Maria Rust, Svetlana Smolčić-Makuljević, Peter Stephan, Johannes Stückelberger,
Harald Tesan, Andreas Tönnesmann

2014. 21,4 x 24 cm, Klappenbroschur
404 Seiten, 226 Abbildungen sw
ISBN 978-3-85676-294-0
60.00 CHF / 56.00 EUR

Texte in Deutsch oder Englisch

Viele Religionen weisen der Landschaft – und insbesondere den Bergen – eine bedeutende Rolle zu: So strandete die Arche Noah auf einer Bergspitze oder am Berg Sinai wurden Moses die Zehn Gebote überreicht. Der von einer landschaftlichen Erhebung aus geführte Dialog zwischen Gott und Mensch suggeriert eine Nähe zu Gott. Dies erklärt auch die privilegierte Stellung hochgelegener Heiligtümer. In der 1614 von Cesare Tettamantio publizierten Geschichte des Sacro Monte von Varese wird eine Vielzahl «biblischer» heiliger Berge genannt, um den Pilgerort oberhalb von Varese wertvoller und gnadenreicher erscheinen zu lassen. Auf der anderen Seite wirkt religiöse Architektur aber ebenso prägend auf die Landschaft. Zeugnis hiervon geben Wegkreuze, Kapellen, Klöster, Kirchen und Tempel entlang intakter alter Handelswege und geographisch relevanter Verbindungsachsen.
In seinen Beiträgen greift der Band einzelne Beispiele für die Wechselwirkungen zwischen Religion und Landschaft auf und stellt kulturgeschichtliche Zusammenhänge dar.