Sylvia Claus, Dorothee Huber, Beate Schnitter (Hg.)

Mit einem Vorwort von Andreas Tönnesmann, und Beiträgen von Inge Beckel, Sylvia Claus, Reto Gadola, Dorothee Huber, Bettina Köhler, Franz Müller, Arthur Rüegg, Daniel Weiss
Mit Fotografien von Heinrich Helfenstein

Als Lux Guyer 1924 in Zürich ein Büro eröffnete, zählte sie zu den ersten Architektinnen in der Schweiz. In kürzester Zeit wurde sie bekannt durch ihre Wohnbauten für junge Familien, allein lebende berufstätige Frauen, Studentinnen und ältere Menschen. 1928 erhielt sie den Auftrag zur architektonischen Leitung der SAFFA (Schweizerische Ausstellung für Frauenarbeit). Ihr für die SAFFA entwickeltes Fertighaus stellt einen bemerkenswerten Beitrag zur Erneuerung der mittelständischen Wohnkultur dar.

In den Architekturdebatten der 1920er Jahre suchte Lux Guyer ihren eigenen Weg zwischen den Positionen der avantgardistischen Moderne auf der einen und der Traditionalisten auf der anderen Seite. In ihrem Bemühen, mit vorgefertigten Systemen das Bauen kostengünstiger zu gestalten und mit einer ausgefeilten Raumorganisation die Hauswirtschaft zu reformieren, rückt sie in die Nähe des Neuen Bauens. Daneben zeigt ihre Architektur deutliche Einflüsse des englischen Domestic Revival und der internationalen Reformmoderne.

Die vorliegende Publikation bietet mit Aufsätzen zu einzelnen Aspekten des Werkes von Lux Guyer sowie einem kritischen Werkkatalog die längst fällige Würdigung ihres Schaffens im Licht der aktuellen architekturgeschichtlichen Forschung.

2009. 22.5 x 30 cm, Hardcover, 304 Seiten, 444 Abb. farbig und sw
ISBN 978-3-85676-240-7
Die Publikation ist leider vergriffen.