Thesis Project
Hentschel Britta
Mit der Eroberung des päpstlichen Machtzentrum Rom durch die italienischen Truppen unter der Führung von König Viktor Emanuel II. 1870 setzt eine urbanistische Umgestaltung der 'città eterna' ein. Das mittelalterliche und barocke Stadtgewebe Roms wird behutsam durch neue Straßenachsen dem Verkehr geöffnet und so Raum für staatliche Großprojekte wie Ministerien und Banken, sowie für private Wohnquartiere geschaffen, die einer gesamtitalienischen Hauptstadt würdig sein und gegenüber der päpstlichen Repräsentationsarchitektur bestehen sollen.
Der junge Nationalstaat Italien sucht nach eigenen architektonischen Darstellungsformen als Legitimation seines Herrschaftsanspruchs in Rom.
Der Karrierebeginn des Architekten und Ingenieurs Gaetano Koch (1849-1910) fällt unmittelbar mit diesen großen politischen Veränderungen in Rom zusammen. Der Enkel des Tiroler Landschaftsmalers Joseph Anton Koch steigt innerhalb weniger Jahre zu einem der gefragtesten Architekten des jungen Dritten Rom auf. Über 60 Neubauten und Restaurierungen historischer Bausubstanz von seiner Hand bezeugen dies. Bisher dennoch in Architektur- und Kunstgeschichte wenig beachtet, möchte sich die Dissertation der Figur Gaetano Koch und seinen Bauten widmen, zu denen der Palazzo Margherita (heute US-Botschaft, siehe Foto) an der Via Veneto, die Banca d’Italia an der Via Nazionale und die Randbebauung der Piazza della Repubblica zählen.
Insbesondere die städtebaulichen Qualitäten Gaetanos Bauten sowie seine Lesart und Interpretation der römischen Renaissancearchitektur werden untersucht. Erste denkmalpflegerische Ansätze sollen diskutiert werden. Es gilt der Frage nachzugehen, inwieweit der heutige, Rom immanente Charme und Charakter nicht Gaetano Kochs Bauten zu verdanken ist.
Laufzeit: seit 2004
Duration: ongoing since 2004
Hentschel Britta
Mit der Eroberung des päpstlichen Machtzentrum Rom durch die italienischen Truppen unter der Führung von König Viktor Emanuel II. 1870 setzt eine urbanistische Umgestaltung der 'città eterna' ein. Das mittelalterliche und barocke Stadtgewebe Roms wird behutsam durch neue Straßenachsen dem Verkehr geöffnet und so Raum für staatliche Großprojekte wie Ministerien und Banken, sowie für private Wohnquartiere geschaffen, die einer gesamtitalienischen Hauptstadt würdig sein und gegenüber der päpstlichen Repräsentationsarchitektur bestehen sollen.
Der junge Nationalstaat Italien sucht nach eigenen architektonischen Darstellungsformen als Legitimation seines Herrschaftsanspruchs in Rom.
Der Karrierebeginn des Architekten und Ingenieurs Gaetano Koch (1849-1910) fällt unmittelbar mit diesen großen politischen Veränderungen in Rom zusammen. Der Enkel des Tiroler Landschaftsmalers Joseph Anton Koch steigt innerhalb weniger Jahre zu einem der gefragtesten Architekten des jungen Dritten Rom auf. Über 60 Neubauten und Restaurierungen historischer Bausubstanz von seiner Hand bezeugen dies. Bisher dennoch in Architektur- und Kunstgeschichte wenig beachtet, möchte sich die Dissertation der Figur Gaetano Koch und seinen Bauten widmen, zu denen der Palazzo Margherita (heute US-Botschaft, siehe Foto) an der Via Veneto, die Banca d’Italia an der Via Nazionale und die Randbebauung der Piazza della Repubblica zählen.
Insbesondere die städtebaulichen Qualitäten Gaetanos Bauten sowie seine Lesart und Interpretation der römischen Renaissancearchitektur werden untersucht. Erste denkmalpflegerische Ansätze sollen diskutiert werden. Es gilt der Frage nachzugehen, inwieweit der heutige, Rom immanente Charme und Charakter nicht Gaetano Kochs Bauten zu verdanken ist.
Laufzeit: seit 2004
Duration: ongoing since 2004



