Seminar
Veranstalter: Titularprofessur Moravánszky
Dozierende : Prof. Dr. Ákos Moravánszky, Ole W. Fischer, Bernhard Langer, Elli Mosayebi
Zeit : Freitag, 12:45 - 14:30 Uhr
Ort : HIL C 10.2
 



Aldo Rossis Rationalismus hat mit einer cartesianischen Vernunftbegeisterung ebenso wenig zu tun, wie seine „wissenschaftliche Selbstbiographie“ mit der modernen Auffassung von Wissenschaftlichkeit. Gerade die offensichtlichen Spannungen zwischen seinen theoretischen Schriften, poetischen Zeichnungen und einprägsamen Bauten werfen Fragen auf, die wir ins Zentrum des Seminars stellen: Wie verhält sich der Rationalismus Rossis zur italienischen Avantgarde der Zwischenkriegszeit? Welche Rolle spielen Diskurse von persönlicher und kollektiver Erinnerung, Monumentalität und Bild in seiner Theorie der Stadt? Und wie vertragen sich diese Konzepte mit der Autonomie der Architektur?
Eine besondere Aufmerksamkeit verdient Rossis Wirkung in der Schweiz, gilt er doch als einflussreiche Figur der gegenwärtigen Schweizer Architektur, obwohl er in den 70er Jahren nur für kurze Zeit an der ETH unterrichtet hat.
Wir nehmen das zehnte Todesjahr von Aldo Rossi (1931–97) zum Anlass, sein für Architektur und Theorie gleichermassen wichtiges und vielseitiges Werk aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten, und auf seine Relevanz für die zeitgenössische Architekturdebatte hin zu befragen.

In Ergänzung zum Seminar bieten wir eine Seminarreise zu den Bauten Aldo Rossis in Norditalien an.

Wir erwarten regelmässiges Erscheinen und aktive Mitarbeit in Form von Referaten, Protokollen und Diskussionsbeiträgen.