Seminar
Veranstalter: Professur Oechslin
Dozierende : Tobias Büchi
Zeit : Donnerstags, 13h – 15h
Ort : HIL D60.1
 



Ziel des Seminars ist es, den Teilnehmern anhand ausgewählter Bauwerke und zeitgenössischer Traktatliteratur die historische Entwicklung des Wehrbaus nach Einführung der Feuerwaffen unter verschiedensten kulturgeschichtlichen Aspekten näherzubringen.

Neben der technischen Entwicklung des Festungsbaus und seiner Rolle in sozialen, politischen und militärischen Zusammenhängen, soll die Bedeutung von Geometrie, Mathematik und Naturwissenschaft in der Baukunst genauso zur Sprache kommen, wie beispielsweise die Theorie und Praxis der Darstellungsformen technischer Werke und das Verhältnis der Berufsbilder von Ingenieur und Architekt.

Nach einer Einführung wird in einer Vorlesungsreihe, die sowohl Praxis als auch Theorie des 16. und 17. Jahrhunderts umfasst, in die relevanten Themenbereiche eingeführt. Einzelne Sachverhalte sollen zusätzlich durch Beispiele aus dem 18. und 19. Jahrhundert exemplifiziert werden. Ein Besuch der RARA-Abteilung der ETH-Bibliothek rundet diese Einführung ab und bietet einen Einblick in die wichtigsten Publikationen im Gebiet der Festungsbaukunst.

Auf dieser Grundlage vertiefen die Studenten anhand von ausgewählten Beispielen aus dem 16. bis 20. Jahrhundert einzelne Themenbereiche. Die Resultate dieser Arbeit werden an zwei Nachmittagen in Kolloquien vorgestellt und diskutiert.

Als Abschluss des Seminars ist eine gemeinsame Besichtigung der von Sébastien Le Prestre de Vauban errichteten Festung Neuf-Brisach geplant.

Für das erfolgreich mit Vortrag abgeschlossene Seminar/Blockseminar werden 2 Kreditpunkte vergeben.