Symposium
Veranstalter: Assistenzprofessur Stalder
Datum : Freitag, 13. März 2009 14:00 bis 19:15
Ort : Hauptgebäude der ETH Zürich, Semperaula, Rämistrasse 101
Etymologisch meint „Schwelle“ den Grundbalken, der einen Wandaufbau trägt. Sie ist also zunächst der Ort, an dem die Grenze zwischen innen und aussen, privat und öffentlich, rein und unrein, warm und kalt, heimlich und unheimlich fixiert wird. In der Architektur bezeichnet „Schwelle“ jedoch auch den unteren Querbalken eines Türrahmens – den Ort, wo diese Grenze übertreten werden kann, wo die Geschlossenheit der vier Wände aufgelöst wird. An der Schwelle artikuliert sich die Vorstellung des offenen Hauses und des schwellenlosen Raums, der die vollständige Vernetzung mit der Umwelt anstrebt; gleichzeitig verortet sich hier eine Reihe von Techniken, die in den letzten 150 Jahren entwickelt wurden, um diesen allseits offenen Raum immer wieder neu zu organisieren, zu begrenzen und zu kontrollieren. In den bildenden Künsten lässt sich eine Reflexion dieser Veränderungen beobachten, ein Instabilwerden der „ästhetischen Grenze“, die zwischen Bildraum und Wirklichkeit vermittelt.
Dem umfassenden Wandel der Schwelle in Architektur und bildender Kunst ist ein Symposium an der ETH Zürich gewidmet. In Vorträgen und Gesprächen sollen Fragen der Technik, des Gebrauchs und der Repräsentation der Schwelle diskutiert werden. Das Symposium findet anlässlich der Veröffentlichung des „Schwellenatlas“ statt, einer Ausgabe der Zeitschrift Arch+, die an der Assistenzprofessur Dr. Laurent Stalder, Institut für Gesichte und Theorie der Architektur der ETH Zürich, erarbeitet wurde.
Veranstalter: Assistenzprofessur Stalder
Datum : Freitag, 13. März 2009 14:00 bis 19:15
Ort : Hauptgebäude der ETH Zürich, Semperaula, Rämistrasse 101
Etymologisch meint „Schwelle“ den Grundbalken, der einen Wandaufbau trägt. Sie ist also zunächst der Ort, an dem die Grenze zwischen innen und aussen, privat und öffentlich, rein und unrein, warm und kalt, heimlich und unheimlich fixiert wird. In der Architektur bezeichnet „Schwelle“ jedoch auch den unteren Querbalken eines Türrahmens – den Ort, wo diese Grenze übertreten werden kann, wo die Geschlossenheit der vier Wände aufgelöst wird. An der Schwelle artikuliert sich die Vorstellung des offenen Hauses und des schwellenlosen Raums, der die vollständige Vernetzung mit der Umwelt anstrebt; gleichzeitig verortet sich hier eine Reihe von Techniken, die in den letzten 150 Jahren entwickelt wurden, um diesen allseits offenen Raum immer wieder neu zu organisieren, zu begrenzen und zu kontrollieren. In den bildenden Künsten lässt sich eine Reflexion dieser Veränderungen beobachten, ein Instabilwerden der „ästhetischen Grenze“, die zwischen Bildraum und Wirklichkeit vermittelt.
Dem umfassenden Wandel der Schwelle in Architektur und bildender Kunst ist ein Symposium an der ETH Zürich gewidmet. In Vorträgen und Gesprächen sollen Fragen der Technik, des Gebrauchs und der Repräsentation der Schwelle diskutiert werden. Das Symposium findet anlässlich der Veröffentlichung des „Schwellenatlas“ statt, einer Ausgabe der Zeitschrift Arch+, die an der Assistenzprofessur Dr. Laurent Stalder, Institut für Gesichte und Theorie der Architektur der ETH Zürich, erarbeitet wurde.


