Ausstellung
Veranstalter: gta Ausstellungen
Datum : Freitag, 19. Februar 2010 bis Dienstag, 23. März 2010 Mo-Fr 8-22, Sa/So und Feiertage geschlossen
Ort : Architekturfoyer, HIL, Hönggerberg, ETH Zürich
 



Ausstellungseröffnung mit einer Begrüssung von Philippe Carrard, Leiter gta Ausstellungen, Departement Architektur, ETH Zürich;
Donnerstag, 18. Februar 2010, 18.00 Uhr

Der Tessiner Fotograf Tonatiuh Ambrosetti verfolgt – neben seiner beruflichen Tätigkeit –
eigene künstlerische Projekte. In der Ausstellung «Deus ex Machina» zeigt Ambrosetti eine
Fotoserie, die der wilden, unberührten Natur nachspürt. Wie verändert sich die Landschaft,
welchen Einfluss hat der Wechsel der Jahreszeiten, wie wirkt sich das Wetter aus? In den
Alpen steht ein sehr langsamer morphologischer Wandel ungestümen, gewaltigen Ereignis-
sen gegenüber. Während Vergletscherung und Erosion sich über Jahrzehnte und Jahrhun-
derte manifestieren, können meteorologische Einflüsse zu abrupten Änderungen führen. Dem
langsamen Wandel wie den Zeichen rauer Gewalt gilt Ambrosettis fotografischer Blick:
geknickte, zerschmetterte Bäume, Murgänge, Schneemassen, Blitze.
Ebenso wie die Werke des Malers Alexander Calame zeigen die Bilder von Tonatiuh Ambro-
setti die Natur als zugerichtet, beschädigt, rau und wild – als Opfer ihrer eigenen Urgewalten.
Der Mensch kommt darin als Mass nicht vor, er ist gegenüber dem Geschehen machtlos.
Für seine Arbeiten wendet Ambrosetti traditionelle Aufnahmetechniken an, die ihm ermögli-
chen unter extremen klimatischen Bedingungen zu arbeiten. Darüber hinaus nötigt ihn die
schwere Ausrüstung zu einer sehr langsamen Arbeitsweise. Diese Beschränkung bedingt eine
genaue Beobachtung und wegen der geringen Anzahl von Fotografien, die so realisiert wer-
den können, eine sorgfältige Abwägung der auszuwählenden Motive.

Eine Ausstellung von Tonatiuh Ambrosetti in Zusammenarbeit mit
dem Institut gta, kuratiert von Marco Constantini