Cathelijne Nuijsink
Curriculum vitae

Cathelijne Nuijsink studierte Architektur an der TU Delft, Niederlande (BSc, MSc) und der University of Tokyo, Japan (MSc), bevor sie an der University of Pennsylvania, USA, in Ostasiatischen Sprachen und Zivilisationen promovierte (MA, 2013; PhD, 2017). Ihre Doktorarbeit «What Is a House? Architects Redesigning the Domestic Sphere in Contemporary Japan, 1995–2011» untersucht die jüngere Geschichte des Einfamilienhauses in Japan als Ergebnis intensiver theoretischer Untersuchungen und architektonischer Experimente. Es rekonstruiert einen reichen, sich ständig weiterentwickelnden Diskurs unter japanischen Architekten vom Zweiten Weltkrieg bis in die Gegenwart vor dem Hintergrund sozialer, historischer und wirtschaftlicher Veränderungen, um aufzuzeigen, wie «Haus» und «Heim» über mehrere Jahrzehnte hinweg kontinuierlich neu definiert wurden.

Zu ihren akademischen Aktivitäten zählen die von ihr kuratierte Ausstellung “Rethinking Domesticity. Three Clients and Three Architects” am Shibaura House, Japan (2013), Gastvorlesungen an der Harvard GSD, der University of Antwerpen und dem Het Nieuwe Instituut sowie Vorträge unter anderem an SAH- und EAHN-Konferenzen. Nuijsink ist Herausgeberin der Architekturkonzept-Serie «Architecture Monogram» und arbeitet an einer Forschungsmonografie mit dem Titel “Another Historiography: The Shinkenchiku Residential Design Competition, 1965-2019” [demnächst].

Derzeit ist Nuijsink Marie Skłodowska-Curie Fellow am Institut für Geschichte und Theorie der Architektur (gta) der ETH Zürich unter der Leitung von Prof. Tom Avermaete, wo sie eine Analysemethodik entwickelt, die darauf abzielt, den bestehenden architektonischen Geschichtskanon aus interkulturellen Perspektiven zu überarbeiten.