Erik Wegerhoff
Curriculum vitae

Erik Wegerhoff (*1974) ist seit Februar 2017 Oberassistent an der Professur für Geschichte und Theorie der Architektur (Prof. Dr. Maarten Delbeke) am Institut gta. In einem aktuellen Forschungsprojekt setzt er sich mit dem Auto als ungleich beweglicherer Gegenspieler der Architektur auseinander; zudem interessieren ihn literarische Reisen von der Grand Tour bis heute, und eine kritische Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Architektur und ihren Debatten.

Erik studierte Architektur an der TU Berlin mit einem Auslandsjahr an der Architectural Association in London. Anschliessend war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Habitat Unit der TU Berlin und unternahm eine dreimonatige Grand Tour von München bis Sizilien per Vespa. Nach der Promotion über nachantike Aneignungen und Interpretationen des Kolosseums bei Andreas Tönnesmann an der ETH Zürich, gefördert von Stipendien der Bibliotheca Hertziana – Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte, Rom, und der Gerda Henkel Stiftung, war er 2010–2017 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Theorie und Geschichte von Architektur, Kunst und Design (Dietrich Erben) an der TU München tätig. 2012–2013 begann er mit einem Postdoktoranden-Stipendium des Deutschen Forums für Kunstgeschichte in Paris sein aktuelles Forschungsprojekt über das Auto im Architekturdiskurs des 20. Jahrhunderts, im Sommer 2019 gefördert durch ein Forschungsreisestipendium des Deutschen Historischen Instituts Washington, D.C.

Mehrere Bücher bei Wagenbach; seine überarbeitete Dissertation «Das Kolosseum – bewundert, bewohnt, ramponiert» wurde im April 2012 mit einem zweiten Platz auf der Sachbuchbestenliste von «Süddeutscher Zeitung», «Buchjournal», Norddeutschem Rundfunk und «Börsenblatt des deutschen Buchhandels» ausgezeichnet. Aufsätze und Artikel in den «Kritischen Berichten», «Future Anterior» und in Sammelbänden. Zahlreiche Architekturkritiken, vor allem im «Baumeister». Jüngste Publikationen sind der gemeinsam mit Kai Kappel herausgegebene Band «Blickwendungen. Architektenreisen nach Italien in Moderne und Gegenwart», ein Reisefeuilleton über das Hotel Palmyra in Baalbek in der «Süddeutschen Zeitung», und ein Artikel über den Great Vienna Auto-Expander der Architektengruppe Zünd-Up.