Michael Gnehm
Curriculum Vitae

Michael Gnehm ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Accademia di architettura der Università della Svizzera italiana (USI) in Mendrisio. Er ist an der Universität Zürich in Kunstgeschichte mit einem Buch über Architektur und Sprache bei Gottfried Semper 2004 promoviert und an der ETH Zürich in Kunst- und Architekturgeschichte mit einer Arbeit über literarische Aspekte der Architekturbeschreibung 2010 habilitiert worden. Er unterrichtet am Departement Architektur der ETH Zürich und am Institut d’histoire de l’art et de muséologie der Universität Neuchâtel. An der Universität Zürich hat er 2011–2013 das E-Learning-Projekt «Architekturkontext» zur Renaissance- und Barockarchitektur konzipiert und unterrichtet. 2006 erhielt er den Prix Jubilé der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschafteb (SAGW) für eine Arbeit zur ersten deutschen Vitruvübersetzung im 16. Jahrhundert. Seit 2017 ist er Projektleiter der kritischen und kommentierten Edition von Gottfried Sempers ‹Der Stil›, einer Kooperation des Instituts für Geschichte und Theorie der Architektur (gta), ETH Zürich, und des Istituto di storia e teoria dell’arte e dell’architettura (ISA), USI Mendrisio. Er ist Mitherausgeber zweier Bücher zu Gottfried Semper (im Erscheinen): der kritischen und kommentierten Edition von Sempers Londoner Schriften, 1850–1855, und des Sammelbands «Architectural History and Globalised Knowledge: Gottfried Semper in London». Neuere Texte umfassen das Kapitel «Holy Roman Empire, Germany, Austria, and Central Europe, 1400–1815» in der 21. Auflage von «Sir Banister Fletcher’s Global History of Architecture» (2020), zusammen mit dem Kapitel (als Mitautor) «Central Europe (Germany and Austro-Hungarian Empire), 1815–1914». In seiner Lehre und weiteren Forschung behandelt Michael Gnehm insbesondere architektonische Positionen des 20. und 21. Jahrhunderts vor dem Hintergrund des Verhältnisses von Gegenwart und Geschichte.