Ausstellung
Stiva da morts. Gion A. Caminada, Vrin

Veranstalter: gta Ausstellungen
Datum: Donnerstag, 16. Januar 2003 bis Donnerstag, 20. März 2003
Ort: Architekturfoyer, ETH Hönggerberg
 



Eröffnung
mit Vortrag von Andreas Cabalzar, Erlenbach,
und Martin Tschanz, Zürich



Eine Ausstellung des Instituts gta



Der Bündner Architekt Gion A. Caminada ist bekannt für seinen feinfühligen Umgang mit dem kulturellen und gesellschaftlichen Kontext, in dem er seine Bauten erstellt. Das Projekt für die «Totenstube» in Vrin (GR) ist hier ein weiteres Beispiel für seine vertiefte Auseinandersetzung mit dem gesellschaftlichen «Nutzen» der Architektur. Mit der Anwendung eines neuentwickelten doppelten Strickbaus stellt der kleine Bau auch eine konstruktive Innovation dar.

Das Projekt der Totenstube in Vrin entstand aus dem Bedürfnis der Dorfbevölkerung, die Aufbahrung der Toten nicht mehr, wie bis anhin, in den eigenen Wohnräumen vorzunehmen. Der Architekt Gion A. Caminada entwickelte mit seiner Totenstube eine starke Antwort auf die Bauaufgabe «Aufbahrungshalle». Die Analyse des Dorfes und seiner kulturellen Gegebenheiten bestimmten den genauen Standort, das Programm, das Material und die Konstruktion. Auch ist der Bau das Ergebnis der Auseinandersetzung mit dem Ritual des Trauerns.



Publikation:

Gion A. Caminada. Stiva da morts. Vom Nutzen der Architektur. gta Verlag, Zürich, 2003. Neuauflage 2005